Im November wird es ruhig auf dem Gemüse Balkon. Gesät wird kaum noch etwas, aber auf dem Balkon steht noch eine ganze Menge: Grünkohl und Feldsalat, die mehrjährigen Kräuter, Paprika und Chili und dazu die Reste der Sommersaison. Für jede dieser Pflanzen stellt sich im November dieselbe Frage: Bleibt sie draußen, kommt sie rein oder wird sie abgeräumt? In diesem Beitrag gehen wir den Gemüse Balkon im November Pflanze für Pflanze durch.
Was ihr im November noch aussäen könnt, steht im Aussaatkalender November – viel ist es nicht. Hier geht es um das, was schon wächst: welche Pflanzen den Frost vertragen und sogar besser davon werden, welche einen Schutz für den Topf brauchen und welche spätestens jetzt ins Warme gehören. Und um die leeren Töpfe, die nach der Saison übrig bleiben.
- Frost Nicht die Blätter erfrieren zuerst, sondern der Wurzelballen im Topf. Töpfe, die draußen bleiben, brauchen Schutz.
- Reinholen Paprika, Chili und Basilikum gehören spätestens jetzt ins Haus. Unter 10 Grad stellen sie ihr Wachstum ein.
- Nicht schneiden Mehrjährige Kräuter jetzt nicht mehr zurückschneiden. Der kräftige Rückschnitt kommt im März.
- Gießen Auch im Winter brauchen Pflanzen im Topf Wasser – wenig, und nur an frostfreien Tagen.
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Was bleibt draußen und wird weiter geerntet?
Einige Gemüse sind für die kalte Jahreszeit gemacht. Sie stehen den ganzen November über auf dem Balkon, und ihr könnt laufend ernten.
Grünkohl: ernten bis in den März
Grünkohl ist unempfindlich gegen Frost und der Klassiker für die Ernte im Winter. Nach einigen kalten Wochen lagern die Pflanzen Zucker ein und schmecken milder und etwas süßer. Frost braucht es dafür nicht. Schneidet nach Bedarf einzelne Blätter mit einem scharfen Messer am Strunk ab, dann wächst der Grünkohl immer wieder nach, und ihr könnt bis Ende März ernten. Ähnlich robust ist Rosenkohl, dessen Röschen bis in den Winter hinein reifen.

Feldsalat und Spinat: Salat aus dem Blumenkasten
Feldsalat ist der Salat für den Winter und verträgt auch Minusgrade. In sehr kalten Nächten hilft ein Vlies über dem Blumenkasten. Erntet ihn nicht, solange er gefroren ist, sondern wartet, bis die Blätter wieder aufgetaut sind – sonst werden sie matschig. Wie ihr die Rosetten richtig abschneidet, zeigen wir unter Feldsalat richtig schneiden und ernten. Auch Spinat, den ihr im Spätsommer oder Herbst gesät habt, könnt ihr jetzt und über den Winter ernten.
Lauch, Pastinaken und Sellerie
Lauch könnt ihr bis in den Winter hinein ernten, Winterlauch sogar bis ins nächste Jahr. An sehr frostigen Stellen legt ihr ein Vlies darüber. Pastinaken vertragen Frost gut, und die Kälte macht sie sogar süßer. Im Topf oder Balkon-Hochbeet sollte die Erde aber nicht durchfrieren, sonst bekommt ihr die Wurzeln nicht mehr heraus. Wie ihr sie erntet, steht unter Pastinaken richtig ernten. Knollen- und Stangensellerie vertragen leichte Minusgrade, stärkeren Frost aber nicht. Erntet beide, bevor es richtig friert.
Was bleibt draußen, braucht aber Schutz?
Viele Pflanzen vertragen Frost an Blättern und Trieben, aber nicht im Wurzelballen. Im Gartenbeet isoliert die Erde ringsum, im Topf dagegen ist der Ballen der Kälte von allen Seiten ausgesetzt und friert durch. Für diese Pflanzen ist der November der richtige Moment, die Töpfe einzupacken.
Mangold und Winterknoblauch
Die Blätter vom Mangold sind sehr winterhart, seine Wurzeln dagegen nicht. Stellt den Topf deshalb an eine geschützte Hauswand und packt ihn ein, dann kommt der Mangold durch den Winter und treibt im Frühjahr wieder aus. Wie das geht, zeigen wir unter Mangold überwintern auf dem Balkon, und was im zweiten Jahr passiert, unter Mangold nach dem Winter reaktivieren. Auch der im Herbst gesteckte Winterknoblauch bleibt draußen und bekommt einen geschützten Platz.
Mehrjährige Kräuter: einpacken statt zurückschneiden
Thymian, Oregano, Salbei und Rosmarin sind mehrjährige Halbsträucher aus dem Süden. Sie können auf dem Balkon überwintern, brauchen aber Schutz. Stellt die Töpfe eng zusammen an eine Hauswand, setzt sie auf eine Unterlage aus Karton gegen den Bodenfrost und schlagt sie in eine Kokosmatte oder ein Vlies ein. Herbstlaub obendrauf hält zusätzlich warm. Alle Schritte zeigen wir unter Kräuter auf dem Balkon überwintern.

Zurückgeschnitten wird jetzt nicht mehr. Die Triebe, die noch an der Pflanze sind, sind ihre Reserve für den Winter. Der kräftige Rückschnitt folgt im März, wie wir ihn unter Kräuter im Frühjahr zurückschneiden zeigen. Auch die Minze bleibt einfach stehen: Sie zieht sich zurück und wirft ihre Blätter ab, die kahlen Stängel könnt ihr jetzt oder nach dem Winter abschneiden. Petersilie und Schnittlauch kommen mit Schutz ebenfalls draußen durch den Winter – oder sie ziehen auf die Fensterbank, wenn ihr weiter ernten wollt.
Meine Empfehlung für dich:
- Breite 25cm , Länge: 5M an einem Stück , Gewicht: ca. 800g/m2
- Natürlicher Schutz vor Frost Die Kokosmatte bietet eine effektive Wärmedämmung und schützt die Wurzeln der Pflanzen vor Frost. Durch ihre Verwendung bleibt die Bodentemperatur selbst bei starkem Frost stabil, was das Risiko von Frostschäden minimiert.
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Was kommt jetzt rein?
Paprika und Chili: ab ins Winterquartier
Paprika und Chili sind mehrjährig, vertragen aber keine Kälte: Schon unter 10 Grad stellen sie ihr Wachstum ein. Wer sie überwintert, hat im nächsten Jahr eine ausgewachsene Pflanze, die deutlich früher trägt. Das Winterquartier ist ein heller Platz in der Wohnung, entweder kühl bei 10 bis 15 Grad oder warm bei etwa 20 Grad. Im Winterquartier wird nur wenig gegossen und gedüngt.
Bevor die Pflanzen einziehen, sucht sie gründlich nach Schädlingen ab. Blattläuse, Spinnmilben oder Trauermücken, die ihr mit hereinholt, vermehren sich in der warmen Wohnung schnell.
Neu: unser Pflanzendoktor. Ihr entdeckt Flecken, Gespinste oder kleine Tiere an einer Pflanze und wisst nicht, was es ist? Im Pflanzendoktor findet ihr Krankheiten und Schädlinge bei Balkongemüse nach dem, was ihr an der Pflanze seht – mit der Ursache und dem, was hilft.
Basilikum und Kräuter für die Fensterbank
Basilikum ist frostempfindlich und kann nicht draußen überwintern. Holt die Töpfe herein und stellt sie warm und hell, aber nicht direkt über die Heizung. Welche Kräuter außerdem auf der Fensterbank weiterwachsen und was sie dort an Licht und Wasser brauchen, steht in Kräuter auf der Fensterbank im Winter.
Was wird abgeräumt?
Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und Bohnen sind einjährig. Ihre Saison ist im November vorbei, spätestens der erste Frost lässt die Pflanzen zusammenfallen. Letzte grüne Tomaten könnt ihr noch abnehmen und drinnen nachreifen lassen, wie wir es unter Tomaten richtig ernten zeigen. Danach kommen die Pflanzen raus.
Lasst die Pflanzenreste nicht über den Winter in der Erde stehen, denn sie fangen leicht an zu schimmeln. Gesunde Reste wandern zerkleinert in den Bokashi-Eimer oder in die Wurmkiste, kranke Pflanzen gehören in den Restmüll. Die alte Erde lagert ihr über den Winter möglichst trocken. Im Frühjahr könnt ihr sie aufbereiten und wiederverwenden.
Leere Töpfe und Kästen winterfest machen
Terrakotta- und Tontöpfe können im Frost zerspringen, wenn sich die Feuchtigkeit darin ausdehnt. Leert sie, reinigt sie und lagert sie frostfrei, etwa im Keller. Auch Holzgefäße brauchen Schutz, weil sie im Winter schnell anfangen zu verrotten. Mehr dazu, auch zu Balkonmöbeln, steht unter Gemüse-Balkon winterfest machen.
Gießen im November
Pflanzen, die draußen überwintern, vertrocknen im Winter eher, als dass sie erfrieren. Vor allem die immergrünen Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei geben auch im Winter über ihre Blätter Wasser ab. Gießt deshalb wenig, aber regelmäßig – und nur an frostfreien Tagen, damit das Wasser im Topf nicht gefriert. Auf einem überdachten Balkon kommt oft kaum Regen an, dort ist das besonders wichtig. Drinnen im Winterquartier darf die Erde zwischendurch antrocknen. Mehr zum Gießen steht unter Balkongemüse richtig gießen.
Aussaat und Anzucht im November
Die Liste ist im November kurz: Kresse auf der Fensterbank und Bärlauch als Kaltkeimer draußen. Wie es geht und worauf ihr achten müsst, steht im Aussaatkalender November. Die Zeit, die jetzt frei wird, ist gut zum Planen: welche Gemüse im nächsten Jahr wohin kommen und welches Saatgut ihr noch habt.
Ausblick kommender Monat
Im Dezember ruht der Balkon fast ganz. Jetzt zahlt sich aus, was ihr im November vorbereitet habt: Der Grünkohl wird nach den ersten Frösten richtig gut, und die Kräuter im Winterschutz brauchen nur ab und zu einen Blick und etwas Wasser.
Hier findet ihr den Aussaatkalender für den Dezember.

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