Minze auf dem Balkon anbauen

Minze ist ein beliebtes Küchenkraut. Frische Minze sollte in keinem Kräutergarten fehlen. Minze auf dem Balkon anbauen ist spielend einfach und erfreut sich daher großer Beliebtheit. Wir zeigen euch, worauf bei pflanzen, pflegen und ernten von Minze achten solltet.

Minze gehört zu den am meisten verwendeten Kräutern in Deutschland. Es ist maßgeblicher Bestandteil frischer mediterraner exotischer Gerichte. Minze hat einen frischen, charakteristischen Geschmack der auf ätherischen Ölen basiert. Die charakteristischen, zackigen Blätter sind an langen Stielen angeordnet. Die Minze ist in der Pflege relativ anspruchslos und bei der Ernte sehr ertragreich. Zudem gibt es sie in allerlei verschiedenen Geschmacksarten. Wie ihr Minze aus Samen anzieht, pflegt und schneidet sowie auf welchen Standort ihr achten müsst erfahrt ihr in diesem Artikel.

Minze auf dem Balkon anbauen

Minze als Küchenkraut

Minze ist, wie Thymian, Rosmarin oder Majoran, eines der verbreitetsten Küchenkräuter. Genau wie bei Basilikum auf dem Balkon wird Minze auch ziemlich oft im Supermarkt, Baumarkt oder Gartengeschäft verkauft. Zum würzen wird Minze seltener genutzt als die anderen genannten Kräuter aber gerade bei Süßspeisen ist sie sehr vielseitig einsetzbar. Die schmackhaften Blätter machen viele Desserts zu einem kulinarischen Highlight. Aber auch in Vor- oder Hauptspeisen ist sie häufig anzutreffen.

Minze im Blumentopf

Minze Samen und Sorten

Minze gibt es in den verschiedensten Sorten. Neben der bekannten Pfefferminze existieren auch Bachminze, Marrokanische Minze, Apfelminze, Zitronenminze und viele viele mehr. Die Sorten können sehr unterschiedlich sein. Die grundsätzlichen Ansprüche bleiben dabei aber die gleichen. Erlaubt ist dabei was gefällt. Die Samen für die verschiedenen Sorten gibt es in jedem Gartenfachhandel oder Baumarkt sowie online zu kaufen. Den Samen kann man bei der mehrjährigen Pflanze aus den Blüten auch selber gewinnen. Für einen erfolgreichen Start und das volle Anzuchterlebnis greifen wir auf gekaufte Samen zurück. Minze lässt sich nach der Anzucht aus Samen auch sehr gut aus Stecklingen vermehren.

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Standort und Boden

Boden: Minze mag lieber frische und feuchte Böden. Diese sollten auch nährstoffreich sein. Damit ist die Minze anders als viele andere Kräuter. Gut geeignet ist auch normaler Gartenboden.

Standort: Der Standort sollte eher halbschattig und hell sein. Pralle Sonne mag die Minze nicht. Minze wächst gut in einem Topf. Aufgrund des extremen Wurzelwachstums nimmt sie schnell anderen Pflanzen den Platz weg. Hier hilft eine Wurzelsperre oder ein eigener Topf.

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Pflege und Dünger

Minze auf dem Balkon anbauen ist auch für Anfänger geeignet, denn die Pflanze ist sehr pflegeleicht. Die Pflanze braucht regelmäßig Wasser und die Erde sollte feucht gehalten werden. Als Starkzehrer braucht die Minze regelmäßig Dünger. Diese kann als Kompost und Hornspänen beim Einpflanzen als Langzeitdünger in die Erde eingearbeitet werden. Wenn die Erde so mit Nährstoffen angereichert ist, braucht sie anschließend nur noch alle vier Wochen etwas flüssigen Kräuterdünger.

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Minze aus Samen anziehen

Minze kann als Direktsaat und durch Vorzucht angezogen werden. Vorzucht bietet sich an, um später gezielt einzelne Keimlinge zu pikieren. Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat beginnt ab Februar und kann sogar bis August gehen. Die Samen werden zunächst in einen Topf mit nährstoffarmer Aussaaterde gestreut. Minze ist ein Lichtkeimer, daher brauchen die Samen jetzt nicht mit Erde bedeckt werden. Dann muss angegossen werden. Das macht ihr am besten mit einem Wassersprüher, denn mit einer Gießkanne würden die aufliegenden Samen sonst schnell weggeschwemmt. Dann muss der Topf an einen zimmerwarmen Platz gestellt werden. Nach etwa zwei bis drei Wochen keimen die Samen. Nach der Keimung können die Samen vereinzelt oder pikiert werden, wenn sie etwa 5 Zentimeter groß geworden sind.

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Minze auf dem Balkon anbauen

Nach der Keimung kann die Minze in einen größeren Topf umgesetzt werden. Der Topf sollte einen Durchmesser von etwa 20 cm haben. Für einen guten Wasserablauf sollte zunächst eine dünne Drainageschicht aus Steinen oder Blähton angelegt werden. Dann wird der Topf mit geeigneter Erde gefüllt. Der Keimling oder die größere Pflanze kann nun in den Topf umgesetzt werden. Erfolgt die Aussaat bereits im Frühjahr, sollte der Topf bis nach den Eisheiligen in der Wohnung bleiben. Erst wenn es keine Nachtfröste mehr gibt, kann er auf den Balkon umziehen.

Minze Blumentopf

Minze im Blumentopf

Minze vermehren

Vermehrung aus Samen: Neben dem Kauf von Minzesamen kann man die Samen auch aus den Blüten einer Minze selber gewinnen. Um Samen zu gewinnen, schneidet man Stängel einer blühenden Minze ab und lässt Blätter und Blüten komplett trocknen. Ist alles getrocknet, können die Samen einfach mit der Hand aus den Blüten ausgerieben werden. Die Samen müssen dann noch trocknen. Anschließend können sie bis zum nächsten Saattermin an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden.

Vermehrung durch Teilen: Nach der Blütezeit kann man die Minze ausgraben oder mit einer Schaufel abstechen um Teile der Minze am Wurzelballen abzutrennen. Teilweise bilden sich richtige Ableger, die leicht abgetrennt werden können.

Vermehrung durch Stecklinge: Um Minze aus Stecklingen zu vermehren, trennt ihr einen Trieb ab. Das gelingt am besten im Frühjahr. Der Steckling wird dann in ein Wasserglas gestellt. Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, kann der Steckling in einen Topf mit Kräutererde gepflanzt werden.

Minze Stecklinge

Ernteschnitt zur Pflege ist notwendig

Minze wächst bei guten Bedingungen sehr schnell. Sie gehört zu den invasiven Pflanzen. Wenn Minze mit anderen Pflanzen in einen Topf steht, nimmt sie schnell den anderen Bewohnern den Platz weg. Ein regelmäßiger und kräftiger Schnitt hilft euch dabei, die Minze in ihrem Wuchs im Zaum zu halten. Daher ist Minze richtig schneiden und ernten auch für die Pflege essentiell.

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Minze richtig schneiden und ernten

Ein durchdachter Schnitt an der Minze lässt euch die Minze im ihrem kräftigen Wuchs kontrollieren und viele aromatische Blätter ernten. Bei Schnitt und Ernte von Minze sind jedoch verschiedene Vorgehensweisen je nach Zeitpunkt zu beachten. Minze kann das ganze Jahr über geerntet werden. Den größten Ertrag bringt die Minze in der Wachstumsphase zwischen April und September.

Um zu ernten, schneidet ihr bei Minze am besten immer Stiele mit der benötigten Anzahl Blätter ab. Einzelne Blätter abzurupfen gefällt der Pflanze nicht sehr gut. Für den Ernteschnitt zwischendurch schneidet ihr einfach kürzere Stängel ab. Beim Schnitt solltet allerdings darauf achten, dass an einem beschnittenen Stiel immer noch mindestens ein Blätterpaar bleibt. Dann treibt hier schnell ein frischer Stängel aus. Damit die Minze in Form bleibt, schneidet ihr am besten abwechselnd von allen Seiten ab. Besonders erfrischend schmeckt Minze vor der Blütezeit.  Nach der Blüte nimmt der Geschmack ab. Am intensivsten ist der Geschmack, wenn Minze am Morgen geerntet wird. Das liegt an den tollen ätherischen Ölen, die morgens in einer höheren Konzentration in den Blättern sind als am Nachmittag.

Hier könnt ihr noch mehr über den richtigen Schnitt und die verschiedenen Schnittzeitpunkte erfahren

Minze nach der Ernte aufbewahren

Frische Minzblätter können nach der Ernte direkt verwendet werden. Ihr braucht sie nur kurz zu wachsen. Geschnittene Blätter werden schnell welk. Wenn ihr einen Ernteüberschuss habt, könnt ihr die geerntete Minze aber gut haltbar machen. Eine Möglichkeit ist das Trocknen der Minze. Dafür hängt ihr geerntete Minz-Zweige  lose gelagert an einen dunklen und trockenen Raum bis die Blätter trocken sind. Anschließend könnt ihr die Blätter einfach abzupfen und für etwa ein Jahr trocken und dunkel lagern. Sie verlieren dann aber viel ihres frischen Aromas. Besser ist es, die gewaschenen Blätter in einem Beutel einzufrieren. Wenn ihr die Minze in Eiswürfelbehälter legt, aufgießt und einfriert, habt ihr immer eine gut portionierte Minzinfusion für sommerliche Erfrischungen griffbereit.

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Minze überwintern

Minze kann auch auf dem Balkon überwintert werden. Die Pflanzen stellen zwar ab Oktober das Wachstum ein und werfen die Blätter ab. Das ist aber nur die Vorbereitung auf den Winterschlaf. Die kahlen Stängel können jetzt oder nach dem Winter abgeschnitten werden. Die Minze kann den ganzen Winter über draußen stehen, allerdings muss der Topf gegen Frost geschützt werden. Andernfalls friert die Erde schnell durch und die Wurzeln sterben ab. Wichtig ist, dass die Pflanze auch im Winter wenig aber regelmäßig gegossen wird. Wenn ihr eure Minze überwintert habt, dann benötigt die Pflanze spätestens Ende März einen radikalen Rückschnitt. Dieser Pflegeschnitt erfolgt am besten, bevor sich die neuen jungen Triebe bilden. Dann schneidet ihr die komplette Minze komplett auf wenige Zentimeter über dem Boden ab. So behandelt treibt die Minze wieder aus und bildet ab Mai stetig neue, junge Triebe.

Krankheiten und Schädlinge

Grundsäzlich sind Minzepflanzen widerstandsfähig. Gelegentlich treten Blattläuse auf, die durch Abschneiden der Triebe oder Abwachsen leicht entfernt werden können. Auch Zikaden hinterlassen teilweise weiße Flecken und können mit Gelbtafeln bekämpft werden. Selten treten auch Blattkäfer auf, die einfach abgesammelt werden können. Andernfalls würden sie die Blätter kahlfressen. Eine auftretende Pilzkrankheit ist der Minzrost. Befallene Teile sollten direkt abgeschnitten und entsorgt werden. Wenn Mehltau auftritt, sollten befallene Teile ebenfalls abgeschnitten und mit einem Fungizid behandelt werden.

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