Erde für Kräuter und Gemüse auf dem Balkon

Die richtige Erde für Balkongemüse sorgt für üppiges Wachstum und beschert euch reiche Ernte. Hier erfahrt ihr, worauf ihr achten solltet.

Erde für den Balkonanbau ist nicht gleich Erde. Eure Balkonpflanzen haben verschiedene Bedürfnisse und brauchen unterschiedliche Nährstoffe. Da euer Balkongemüse oder eure Balkonkräuter in einem statischen Erdreich wachsen, es also keine natürliche Durchmischung gibt, müssen die Nährstoffe, die eure Kräuter- oder Gemüsepflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen, künstlich zugeführt werden. Der Nährstoffbedarf von Gemüsepflanzen unterscheidet sich grundsätzlich vom Nähstoffbedarf von Blumen. Daher solltet ihr für den Anbau auf dem Balkon keine Blumenerde verwenden.

Unterschieden wir zwischen verschiedenen Arten von Erde:

  • Anzuchterde / Aussaaterde
  • Kräutererde / Gemüseerde / Spezialerde für Tomaten & Co.
  • Blumenerde (die wir hier nicht weiter betrachten werden)

Erdsäcke sind sehr schwer. Glücklicherweise verkaufen Online-Händler die großen Säcke auch bei Amazon, so dass ihr euch die Utensilien für den Anbau auf dem Balkon bequem nach Hause liefern lassen könnt.

Anzuchterde

Anzuchterde wird für das Anziehen von Keimlingen eingesetzt. Sie enthält weniger Nährstoffe als die anderen Erdarten. Dies verhindert eine „Überfütterung“ eurer jungen Keimlinge und sorgt dafür, dass sie zur Nährstoffversorgung kräftige Wurzeln ausbilden. Eine überhöhte Nährstoff- oder Salzkonzentration würde die Keimung und die Wirkstoffbildung der Keimlinge hemmen oder gar blockieren. Aussaaterde muss daher schön feinkörnig und locker sein, um das Wurzelwachstum nicht unnötig zu erschweren. In der Anzuchterde findet die Keimung und das Wachstum in den ersten Wochen statt. Sobald es in der Nacht draußen keinen Frost mehr gibt und eure Pflanzen stark genug sind, könnt ihr sie aus der Anzuchterde in größere Töpfe mit passender Spezialerde umtopfen.

Gemüseerde und Kräutererde

Eure Pflanze braucht nach der Anzucht deutlich mehr Nährstoffe um kräftig wachsen zu können. Die Anzuchterde bietet diese Nährstoffe nicht mehr. Um den Nährstoffbedarf der Pflanzen zu decken, gibt es spezielle Erde, die die richtigen Nährstoffe je nach Pflanzentyp liefert. Einige Pflanzen brauchen auch mehr Stickstoffe als andere oder mögen eher torfigen Boden. Für euren Gemüseanbau auf dem Balkon gibt es deshalb spezielle Gemüseerde und für die Balkonkräuter Kräutererde. Spezielle Erde für Balkongemüse die auch diesen Namen trägt gibt es nicht.

Spezialerden

Für manche Gemüsepflanzen gibt es auch gesonderte Erde, wie Kräuter- oder Tomatenerde. Da auf dem Balkon meistens nicht viel Platz für viele verschiede Säcke mit Erde ist, könnt ihr auf Spezialerde wie Tomatenerde verzichten. Gemüseerde ist als Universalerde ebenso geeignet. Ein passender Tomatendünger macht aus der Gemüseerde eine mindestens genauso geeignete Tomatenerde.

Letzte Aktualisierung am 1.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Lagerung

Die Erde für Balkongemüse sollte immer gut verschlossen gelagert werden. Andernfalls nisten sich schnell Fremdlinge ein oder umherfliegende Samenkörner finden einen willkommenen Nährboden. Bei Erdresten aus dem Vorjahr sicherstellen, dass die Verpackung dicht war. Andernfalls ist es vielleicht ratsam die Erde ebenfalls für etwa 30 Minuten bei 180 Grad im Ofen einzuheizen.

Qualität

Zum Abschluss noch ein Hinweis zur Erdqualität. Die Preise für Erde für Balkongemüse variiert teilweise sehr stark. Einige Marken kosten mehr als das doppelte der günstigsten Varianten. Wir haben festgestellt, dass billige Erde häufig viele Fremdkeimlinge beinhaltet, so dass man plötzlich ganz andere Pflanzen im Blumentopf heranzieht. Teilweise gehen deswegen ganze Pflanzen ein. Daher würden wir euch bei der Erde auf jeden Fall zu Qualitätsprodukten raten. Die etwas teurere Erde wird durch den besseren Ertrag mehr als kompensiert. Wenn ihr trotzdem zu günstiger Erde greifen wollt, solltet ihr die Erde einmal für etwa 30 Minuten bei 180 Grad im Backofen „backen“. Dies tötet das ungewünschte Unkraut in der Erde zu weiten Teilen ab.
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