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Radieschen auf dem Balkon anbauen

Radieschen auf dem Balkon anbauen ist einfach. Die Radieschenzucht funktioniert problemlos direkt in einem Blumenkasten. Wir zeigen euch hier, wie es geht.

Wer Radieschen auf dem Balkon anbauen möchte, braucht keinen großen Garten. Die Radieschenzucht funktioniert wunderbar einfach direkt in einem Blumenkasten, einem Balkonkasten oder einem vergleichbaren Blumentopf. Im Blumenkasten könnt ihr Radieschen auch super mit anderem Gemüse wie Salat anbauen, solange ihr einen Abstand von ca. 10 cm einhaltet. Eine Anzucht im Anzuchttopf und Anzuchterde ist nicht notwendig. Ihr braucht nur ein bisschen Gemüseerde und die Radieschen-Samen.

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Anbau

Von den Samen bis zur Pflanze auf dem Balkon

Radieschen im Blumenkasten, Topf oder Hochbeet

Für Radieschen reicht ein ganz normaler Blumenkasten oder Topf. Sie wurzeln flach, etwa 15 Zentimeter Erde genügen, tiefer schadet nicht. Wichtig sind Löcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. In der Reihe brauchen die Radieschen drei bis fünf Zentimeter Platz. Stehen die Keimlinge dichter, zieht ihr die überzähligen heraus, denn zu eng gesät bilden sie keine Knollen.

Im Hochbeet wachsen Radieschen schon früh im Jahr. Sie sind nach wenigen Wochen abgeerntet und machen dann Platz für Gemüse, das später gepflanzt wird. Auch als Lückenfüller zwischen langsam wachsenden Pflanzen passen sie gut. Wer alle zwei bis drei Wochen nachsät, erntet laufend. Radieschen wachsen auch im Hochbeet: Wie ihr sie dort schon im Frühjahr setzt, zeigen wir im Beitrag „Radieschen im Frühjahrs-Hochbeet anpflanzen“.

Samen und Sorten

Die leckeren Radieschen gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Während wir aus dem Supermarkt meistens nur die runden Radieschen (bspw. „Isabell“ Radieschen) oder in Bayern die großen Radi kennen, gibt es sie auch in weiß, kegelförmig oder gelb. Das Saatgut für die Radieschen-Sorten bekommt ihr im Gärtnereifachhandel oder Baumarkt in allen erdenklichen Variationen. Da die Radieschen sehr schnell wachsen, könntet ihr einfach verschiedene Radieschen auf dem Balkon anbauen. Probiert doch einfach mal verschiedene Sorten über den Sommer aus.

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Radieschen aussäen

Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Reihenabstand von sieben bis zehn Zentimetern. Die Saat wird nur flach mit etwa einem Zentimeter Erde bedeckt. Die Samen keimen recht schnell, daher müsst ihr nicht den gesamten Inhalt des Samenpäckchens in einen Blumenkasten verteilen. Erde, Abstand und Standort im Blumenkasten erklären wir genauer im Beitrag „Radieschen im Blumenkasten aus Samen anziehen“.

Ihr könnt die Radieschen bei frischem Frühlingswetter direkt ins Freie setzen und dort im Blumenkasten keimen lassen. Radieschen keimen schon ab etwa 5 Grad, nur langsamer. Draußen könnt ihr ab Mitte März säen, in frostigen Nächten schützt ein Vlies. In die warme Wohnung müssen sie nicht, dort fehlt ihnen Licht, und sie werden lang und dünn. Die Keimzeit beträgt etwa eine Woche, dann werdet ihr schon die ersten Keimlinge erkennen können.

Der richtige Standort für Radieschen

Radieschen benötigen allerdings Sonne, um sich wohlzufühlen. Auch Halbschatten ist akzeptabel. Bei Hitze im Hochsommer schießen Radieschen leichter. Für Sommersaaten nehmt ihr deshalb eine Sommersorte; lichter Schatten ist dann kein Nachteil.

Bedarf im Überblick

NährstoffbedarfSchwachzehrer
Kalkbedarfnoch nicht erfasst
Standort sonnig, halbschattigBehälter noch nicht erfasstAnzucht noch nicht erfasstKeimtemperatur noch nicht erfasst

Welche Erde für Radieschen im Blumenkasten?

Radieschen mögen lockere, humose Erde. In schwerer, fester Erde bilden sie oft nur Blätter und kaum Knollen. Frische Gemüseerde reicht ohne zusätzliche Düngung, frischen Mist vertragen sie nicht gut. Welche Erde sich für welches Gemüse eignet, zeigen wir unter Erde für Balkongemüse.

Radieschen in der Wohnung – geht das?

Radieschen im Winter auf der Fensterbank zu ziehen, klingt verlockend. Meist klappt es aber nicht, denn in der Wohnung fehlt vor allem Licht. Selbst am hellen Fenster bekommen die Pflanzen im Winter meist zu wenig davon. Dazu sind Wohnräume für Radieschen eher zu warm: Am besten wachsen sie bei kühlen 10 bis 18 Grad. Ist es warm und dazu dunkel, treiben sie lange Blätter und bilden kaum Knollen oder werden pelzig.

Mit einer kräftigen Pflanzenlampe an einem kühlen Platz kann es klappen. Feste Werte, wie lange und wie nah die Lampe leuchten muss, gibt es für Radieschen aber nicht. Rechnet also eher mit einem Versuch als mit einer sicheren Ernte.

Wer im Winter trotzdem etwas Frisches von den Radieschen möchte, zieht sie als Microgreens. Die jungen Pflänzchen schneidet ihr schon nach etwa ein bis zwei Wochen, lange bevor sich eine Knolle bildet. Sie schmecken bereits scharf nach Radieschen. Was im Winter sonst gut auf der Fensterbank wächst, zeigen wir unter Kräuter auf der Fensterbank im Winter.

Radieschenpflege auf dem Balkon

Radieschen sind pflegeleicht. Wichtig sind vor allem gleichmäßig feuchte Erde und wenig Dünger.

Radieschen auf dem Balkon anbauen2
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Radieschen gießen

Die Erde sollte immer feucht sein und möglichst nie austrocknen, sonst nimmt euer Gemüse Schaden. Aber auch Staunässe sollte vermieden werden, denn sie schadet euren Radieschen ebenfalls. Daher immer feucht, aber nicht nass halten. Ein Blumenkasten mit Löchern oder Saugmatte hilft, die überschüssige Nässe aufzunehmen. Gießt lieber regelmäßig kleinere Mengen. Wechseln sich trockene und nasse Tage ab, platzen die Knollen auf. Bei Trockenheit werden sie holzig und schärfer. Mehr dazu lest ihr unter Balkongemüse richtig gießen.

Radieschen düngen

Radieschen sind Schwachzehrer und brauchen daher nur wenig Dünger! Zu viel Dünger, vor allem Stickstoff, schadet: Die Radieschen bilden dann viel Laub und kaum Knollen. Schwarze Stellen an den Knollen kommen dagegen von einer Wurzelkrankheit, der Rettichschwärze. Sie tritt vor allem in nasser Erde auf und wenn Radieschen immer wieder in derselben Erde wachsen. Welche Gemüse stark, mittel oder schwach zehren und wie ihr das bei der Planung berücksichtigt, zeigen wir unter Fruchtfolge für Gemüse auf dem Balkon, mehr zum Düngen unter Balkongemüse richtig düngen.

Pflegefehler bei Radieschen

Manchmal kommt es vor, dass Radieschen nicht wie gewünscht wachsen. Obwohl man eigentlich alles richtig gemacht hat, bilden sich auch nach einigen Wochen keine Radieschenknollen. Woran kann es liegen? Die folgende Übersicht gibt euch eine Übersicht, welche Fehler ihr bei der Anzucht von Radieschen auf dem Balkon gemacht haben könntet. Eine detaillierte Erklärung findet ihr im Artikel über die Anzuchtfehler bei Radieschen.

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  • Auswahl der falschen Sorte
  • Kein guter Abstand
  • Der Boden ist nicht optimal
  • Zu tief oder zu flach gesät
  • Der falsche Standort
  • Ungünstige Temperatur
  • Falsche Pflege

Warum Radieschen schießen, platzen oder holzig werden, zeigt unsere Übersicht Krankheiten und Schädlinge bei Balkongemüse erkennen.

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Pflege, Ernte und Weiteres

Von der Pflege über die Ernte bis zur Lagerung

Radieschen ernten

Toll ist, dass die Radieschen oben aus der Erde schauen und ihr so ganz leicht erkennen könnt, wie groß sie sind. Radieschen wachsen sehr schnell. Schon nach etwa 30-40 Tagen könnt ihr die erste Ernte einfahren, bei frühen Aussaaten im März dauert es etwas länger. Überlegt euch daher vorher, wie viele Radieschen ihr etwa essen könnt. Radieschen sollten nicht zu lange in der Erde bleiben, sonst werden sie pelzig und scharf.

Tipp: Es ist vielleicht ratsam, die Samen in zeitlichen Abständen in die Erde zu bringen, um nicht mit einem Schwung eine riesige Menge Radieschen ernten zu müssen, die dann vielleicht nicht mehr gegessen werden kann. Wenn ihr versetzt anpflanzt, habt ihr über die ganze Saison verteilt eine Ernte.

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Radieschen auf dem Balkon anbauen
Erntereife Radieschen schauen oben aus der Erde

Lagerung

Radieschen enthalten viel Wasser und trocknen mit der Zeit aus. Grundsätzlich solltet ihr eure Radieschen frisch verzehren, bevor sie Dellen bekommen. Wenn ihr die Blätter entfernt und sie in ein feuchtes Tuch einwickelt, könnt ihr sie aber auch für mehrere Tage im Kühlschrank frisch halten.

Schädlinge an Radieschen

Der häufigste Schädling an Radieschen sind Erdflöhe. Die winzigen, springenden Käfer fressen kleine Löcher in die jungen Blätter, vor allem bei warmem, trockenem Wetter im Frühjahr. Ein feinmaschiges Netz direkt nach der Aussaat hält sie fern, und gleichmäßig feuchte Erde mögen sie nicht. Größere Pflanzen stecken den Fraß meist weg.

Findet ihr Gänge in den Knollen, waren es die Maden der Kleinen Kohlfliege. Auch gegen sie hilft ein dicht schließendes Kulturschutznetz, das ihr direkt nach der Aussaat über den Kasten legt.

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