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Pastinaken auf dem Balkon anbauen

Pastinaken auf dem Balkon anbauen ist auch für Hobby-Balkongärtner möglich. Das Wurzelgemüse erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Kein Wunder, denn Pastinaken sind gesund und in der Küche vielseitig einsetzbar. Wir zeigen euch, wie ihr Pastinaken erfolgreich auf dem Balkon anbauen könnt und worauf ihr bei der Anzucht von Pastinaken achten müsst.

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Anbau

Von den Samen bis zur Pflanze auf dem Balkon

Pastinaken im Hochbeet, Kübel oder Blumenkasten

Wenn ihr Pastinaken auf dem Balkon anbauen wollt, müsst ihr euch über die Größe von Pastinaken bewusst sein. Sie können bis zu 40 Zentimeter lang werden und erreichen am oberen Ende einen Durchmesser von circa fünf Zentimetern. Wir nutzen für den Anbau von Pastinaken auf dem Balkon daher ein Balkonhochbeet. Das ist tief genug, um die langen Pastinaken aufzunehmen, und breit genug, um in 2-3 Reihen anzupflanzen. Alternativ könnt ihr auch einen tiefen Blumenkasten verwenden. Hier gibt es Modelle, die über das Balkongeländer gehängt werden und so auch sehr tief sind.

Rechnet deshalb mit mindestens etwa 40 Zentimetern Erde. Wichtig sind Löcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Anzucht von Pastinaken auf dem Balkon

Gesät wird im März und April. Frühe Saaten bringen meist größere Wurzeln, späte bleiben kleiner und zarter. Kauft am besten jedes Jahr frisches Saatgut, denn Pastinakensamen verlieren schnell ihre Keimkraft. Die Samen werden auf dem Balkon als Direktsaat in Reihen mit einem Reihenabstand von etwa 25-30 Zentimetern gestreut. Vorziehen lohnt sich bei Pastinaken nicht, denn ihre lange Pfahlwurzel verträgt das Umsetzen schlecht. Hierfür zieht ihr etwa zwei Zentimeter tiefe Reihen und streut die Samen einfach ein. Anschließend bedeckt ihr die Samen mit Erde und gießt sie an. Wenn es draußen kalt ist, könnt ihr eure Keimlinge schützen und das Pflanzgefäß nah an die Hauswand stellen oder mit Vlies schützen.

Pastinaken haben eine sehr lange Keimzeit und sind erst nach zwei, eher drei Wochen an der Oberfläche zu sehen. Wenn es so weit ist, vereinzelt ihr zu eng stehende Keimlinge, denn zwischen den einzelnen Pastinaken sollten mindestens 10 Zentimeter Abstand eingehalten werden. Aufgrund der langen Keimzeit können wir euch schnellwachsende Markiersaaten wie Radieschen oder Feldsalat empfehlen. Diese sind längst ausgewachsen und geerntet, bevor eure Pastinaken Platz benötigen und zeigen euch in der frühen Phase die Saatreihen sauber an.

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Der richtige Standort für Pastinaken

Am besten steht der Kasten sonnig, lichten Halbschatten vertragen Pastinaken aber auch.

Welche Erde für Pastinaken im Hochbeet oder Kübel?

Die Erde sollte im Idealfall stets locker sein. Idealerweise arbeitet ihr einen großen Teil Humuserde ein und lockert die Erde tiefgründig auf. Sehr gut geeignet ist auch herkömmlicher Gartenboden. Je lockerer der Boden ist, desto tiefer wachsen die Pastinaken. Während der Wachstumsphase im Hochsommer kann es helfen, die Erde ab und zu etwas aufzulockern.

Frischen Mist lasst ihr weg, mit ihm steigt die Gefahr durch die Möhrenfliege.

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Bedarf im Überblick

NährstoffbedarfMittelzehrer
Kalkbedarfnoch nicht erfasst
Standort sonnig, halbschattigBehälter noch nicht erfasstAnzucht noch nicht erfasstKeimtemperatur noch nicht erfasst
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Pflege, Ernte und Weiteres

Von der Pflege über die Ernte bis zur Lagerung

Pastinaken gießen

Bis die Keimlinge da sind, haltet ihr die Erde gleichmäßig feucht, die Samen dürfen nicht austrocknen. Danach gießt ihr regelmäßig. Im Kasten heißt das öfter als im Beet, aber immer nur so viel, dass sich kein Wasser staut. Wechselt die Erde oft zwischen trocken und nass, können die Wurzeln aufplatzen. Mehr dazu lest ihr unter Balkongemüse richtig gießen.

Pastinaken düngen

Pastinaken sind Mittelzehrer. Vor der Aussaat arbeitet ihr gut verrotteten Kompost in die Erde ein. Etwa sechs Wochen nach dem Auflaufen bekommen sie eine Nachdüngung, zum Beispiel mit Hornmehl. Welche Gemüse stark, mittel oder schwach zehren, zeigen wir unter Fruchtfolge für Gemüse auf dem Balkon, mehr zum Düngen unter Balkongemüse richtig düngen.

Pastinaken ernten

Im März gesäte Pastinaken sind im Herbst ab September erntereif. Um die Pastinaken aus dem Balkonhochbeet zu ernten, stecht ihr mit einer Schaufel am besten neben die Pastinake und hebt sie seitlich leicht an. Dann kann die Pastinake leicht herausgezogen werden. Im Blumenkasten reicht es meist, locker zu ziehen. Zieht dabei am besten Handschuhe und lange Ärmel an. Der Saft der Blätter kann zusammen mit Sonnenlicht die Haut reizen, manchmal wie ein starker Sonnenbrand.

Pastinaken könnt ihr stückweise ernten und habt so über den Herbst verteilt frisches Gemüse. Pastinaken vertragen Frost gut, und die Kälte macht sie sogar süßer. Geerntet wird, solange die Erde nicht gefroren ist, bis ins Frühjahr. Treiben sie dann neu aus, werden die Wurzeln zäh.

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Pastinaken auf dem Balkon anbauen

Pastinaken richtig lagern

Am besten gelagert werden Pastinaken, indem ihr sie einfach in der Erde lasst, bis ihr sie verwenden wollt. Sollte das nicht gehen, könnt ihr sie möglichst kühl an einem feuchten Ort über mehrere Wochen lagern. Im Kasten oder Kübel friert die Erde aber schneller durch, weil die Kälte von allen Seiten kommt, und gefrorene Erde bekommt ihr nicht auf. Packt das Gefäß vor längerem Frost deshalb ein, stellt es an die Hauswand und deckt die Erde mit Laub oder Stroh ab. Oder ihr erntet vorher ein paar Wurzeln auf Vorrat. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich ohne Laub und in ein feuchtes Tuch gewickelt bis zu zwei Wochen.

Krankheiten und Schädlinge bei Pastinaken

Meist braucht ihr bei Pastinaken keinen Pflanzenschutz. Die Möhrenfliege befällt aber auch Pastinaken, ihre Maden fressen Gänge in die Wurzeln. Ein engmaschiges Kulturschutznetz, direkt nach der Aussaat aufgelegt, hält sie fern. Echter Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern.

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