Kann man Paprika überwintern?

Paprika sind mehrjährige Gemüsepflanzen. Daher könnt ihr Paprika erfolgreich überwintern. Zugegebenermaßen ist die Pflege in den Wintermonaten nicht ganz einfach. Mit etwas Hintergrundwissen gelingt aber die Überwinterung auch bei uns. Wir zeigen euch, worauf ihr bei der Überwinterung von Paprikapflanzen achten solltet.

Paprika lieben Wärme. Kein Wunder, denn sie stammen ursprünglich aus südlichen Ländern. Ein kalter nördlicher Winter ist für sie unerträglich. Temperaturen unter 10 Grad verträgt die Pflanze nicht. Wenn es jedoch gelingt, die Pflanzen über die Winter zu bringen, haben sie im nächsten Jahr einen Wachstumsvorsprung. Dann fällt die Ernte üppiger aus als im ersten Anbaujahr. Es lohnt sich also, sich an der Überwinterung von Paprikapflanzen zu versuchen.

  • Heller Standort in der Wohnung über 10 Grad

  • Paprika auf Schädlinge überprüfen

  • Nur wenig gießen und düngen

  • Nach dem Winter umpflanzen und zurückschneiden

Paprika überwintern

Paprika erfolgreich überwintern geht nur in der Wohnung

Paprikapflanzen können auch bei bestem Winterschutz nicht draußen überwintern. Schon bei Temperaturen unter 10 Grad beginnt die Pflanze ihr Wachstum einzustellen. Wird es noch kälter, stirbt sie ab. Es reicht also nicht, sie einfach wie Kräuter auf dem Balkon zu überwintern. Sie benötigt ein Winterquartier in der Wohnung. Dieses darf etwas kühler sein, unter 10 Grad dürfen die Temperaturen nicht fallen. Sehr wichtig ist dagegen Licht. Ein heller Standort der auch im Winter immer wieder etwas Sonne bekommt, ist notwendig. Dann übersteht die Pflanze die dunkle Jahreszeit am ehesten. Die folgenden Schritte solltet ihr beachten, um Paprika erfolgreich überwintern zu können. Diese werden im Folgenden dann ausführlich beschrieben.

Paprikapflanzen auf Schädlinge überprüfen

Wenn Paprika im Blumentopf wachsen und in die Wohnung umziehen, können sich Schädlinge leicht vermehren. Die warm-feuchte Umgebung ist ein idealer Nährboden für alle Insekten in der Erde. Sie können sich jetzt schlagartig vermehren. Daher sollten Paprikapflanzen auf Schädlinge überprüft werden, bevor sie in ihr Winterquartier einziehen. Dies können aus dem Garten Schnecken sein. Auf dem Balkon sind es eher Milben oder Blattläuse. Nicht offensichtlich sind Trauermücken. Ihre Larven sitzen in der Erde und fallen oft erst in der Wohnung auf. Dann steigen bei jedem Gießen kleine Trauermücken auf. Die Trauermückenlarven fressen die Wurzeln an und machen die Paprika so anfällig für Krankheiten. Daher sollten auch Trauermückenlarven bekämpft werden.

Nematoden helfen bei der Bekämpfung von Trauermücken

Ein Effektiver Schutz vor Trauermückenlarven bei Paprika sind Nematoden. Nematoden sind mikroskopisch Fadenwürmer. Die Fadenwürmer werden mit dem Gießwasser in Erde eingebracht. Sind die Nematoden erstmal in der Erde, suchen Sie sich die Larven der Trauermücken. Sie dringen in die Larven ein, dann stirbt die Larve ab. Anschließend vermehren sich die Nematoden in der alten Larve um schließlich wieder zur nächsten Larve weiterzuziehen. So werden innerhalb von etwa zwei Wochen die Trauermückenlarven effektiv und biologisch bekämpft.

Letzte Aktualisierung am 27.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Pflege der Paprika in der Wohnung

Nachdem die Paprika von Schädlingen befreit ist, kann die Pflanze in ihr Winterquartier einziehen. Während der kommenden Monate wird sie nun nur sehr langsam weiterwachsen. Die Paprikapflanzen benötigt nun nur sehr wenig Wasser. Dünger ist nicht oder nur 1x in geringer Dosis notwendig. Um die Blätter vor trockener Heizungsluft zu schützen, sollten sie etwa einmal pro Woche mit etwas Wasser besprüht werden. Dies ist aufwändig aber bei guter Pflege ist sogar eine weitere Ernte im Winter möglich.

Nach der Überwinterung Paprikapflanzen umtopfen

Gegen Ende des Winters benötigt die Paprikapflanze frische Erde. Sie sollte dann in neue Gemüseerde umgetopft werden. Ideal ist es, wenn in die Erde auch etwas Langzeitdünger hineingemischt wird. Dann bekommt die Paprikapflanze frische Energie um beginnt wieder verstärkt zu wachsen. Alte, schrumpelige Blätter und schwache Zweie könnt ihr zurückschneiden. Die Pflanze treibt schnell wieder aus. Im April könnt ihr sie nun langsam wieder ausquartieren, allerdings nur an sonnigen Tagen. Nachts und bei Temperaturen unter 5-10 Grad bleibt die Paprika noch in der Wohnung. Gegen Mitte Mai zu den Eisheiligen kann die Paprika im Blumentopf wieder dauerhaft nach draußen umziehen. Die Paprika ist nun bereits groß und beginnt daher bald mit der Blütenbildung. Eine frühere und größere Ernte als im Vorjahr belohnt euch für den Aufwand, den ihr mit der Überwinterung von Paprika hattet.

Ihr habt die Paprika erfolgreich überwintert? Ihr möchtet Paprika auf dem Balkon anpflanzen? Dann haben wir für euch alle Informationen zum Anbau von Paprika auf dem Balkon zusammengestellt. Probiert es einmal aus.

Tipps & Tricks

  • Unser Aussaatkalender gibt euch einen Überblick über die passenden Aussaattermine und Erntesaison
  • In der Rubrik Anbauen geben wir euch alle notwendigen Informationen für den Start in die Anzucht.
  • Unter Zubehör findet ihr Informationen zu Blumentöpfen und weiterem Equipment für euren Gemüsebalkon.
  • Übersicht über geeignete Gemüsesorten für euren Balkon.
  • Neuigkeiten vom Gemüsebalkon in unserem Blog!
  • Die passenden Produkte findet ihr in unserem Shop
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